Zeit-Troll beschmutzt Josef Wirmer

Es gibt da so eine furchtbare Journalistin, deren Furchtbarkeit ich erst jetzt begriffen habe. Schon 2012 relativierte sie das antisemitische Gedicht von Günter Grass, welches weiland vom Genossen Schirrmacher glänzend rezensiert wurde. Diese furchtbare Journalistin ist wohl ganz einfach vom anderen Ufer, sie hat grundsätzlich andere Meinungen als ich, ihr Name ist Mely Kiyak. 

Ihr Job scheint es zu sein, für die "Zeit" zu trollen, nicht anders kann ich ihre Tätigkeit beschreiben. Das muss man sich mal vorstellen, eine erwachsene Frau, bald 45 Jahre alt, und sie trollt wie eine Zwölfjährige. 

Nun hat sie Josef Wirmer, Vertreter des katholischen Widerstands gegen das NS-Regime, beschmutzt. Die schwarz-rot-goldene Fahne mit einem Kreuz, wie eine Fahne der skandinavischen Länder, wurde von ihm erdacht. Man kann sie im Haus der Geschichte neben vielen anderen Fahnen-Entwürfen ansehen, bekannt ist nur dieser Entwurf, weil er von Pegida seit Jahren für ihre unchristliche Hetze gegen Ausländer verwendet wird. 

Wirmer musste sich für seine katholisch-demokratische Gesinnung vom schrecklichen Nazirichter Freisler anschreien und herabwürdigen lassen, bevor er in Plötzensee erhängt wurde. Kiyak schreibt:

"Wirmer-Flaggen" am Brandenburger Tor. Weiß jeder, was das bedeutet? 

Das bedeutet, dass sich die Kinder von Josef Wirmer nicht gegen die Verwendung dieser Fahnen wehren können, weil das Urheberrecht nach 70 Jahren abgelaufen ist und nun die Geschichtsfälscher, Verschwörer und Lügner, kurzum die bösen Trolle, die unsere Demokratie abschaffen wollen, sich dieses Zeichens bedienen können, ohne, dass dagegen etwas getan werden kann. 

Auch Mely Kiyak kann sich bruchstückhaft aus diesem Zeichen-Arsenal bedienen, um für ihre Sache  auf zeit.de zu trollen. Sie will keinen Ausgleich, keine politische Rechenschaft, keine Wahrheit, sie will nur spalten in ein "Wir" gegen "Die", in diesem Falle in eine halluzinierte deutsche Mehrheitsgesellschaft und die Gesellschaft der Hanau-Opfer, die sie sicherlich als Opfer von Freisler sieht, wenn sie ihn denn kennt. Oder, wie in dem oben verlinkten Artikel, die Vertreter der alten europäischen Kultur des Feuilletons, jenen, die genau hinsehen und für die Antisemitismus nicht nur eine Ausformung von Rassismus ist.  

Mely Kiyak macht wie durch ein Brennglas die Sichtweisen dieser Leute klar. Sie schürt Hass, und kurz habe auch ich begonnen, sie zu hassen. Sie ist eine Hetzerin. Sie hetzt, sie zerstört die Kultur und verkleinert durch das Verbreiten ihrer Vorurteile demokratische Spielräume. Die Welt ist nicht schwarz-weiß, und auch, wenn Josef Wirmer von Freisler als Vertreter einer "schwarzen Fraktion" bezeichnet wurde, ist die Welt bunt, bunter, als Kiyak und ihre Schergen uns weismachen wollen. 

„Ich bin tief religiös und aus meiner religiösen Anschauung heraus zu dieser Verschwörerclique gekommen.“ (Josef Wirmer)

Der katholische Widerstand überrascht, weil man Religion und insbesondere die männlich geprägte katholische Kirche gerne sofort in die Seite der "Rechten" einordnet. Das ist das Patriarchat, die Elite, die SS, der militärische Staat im Staate, der alte Adel, Staufenberg, hat Kiyak sinngemäß geschrieben. 

Solche Vereinfachung schadet der Demokratie und treibt Hass und Rassismus sogar voran. Die Wut wächst, kalt steigt sie aus dem Bauch herauf und macht den Kopf eisig grau. Aus waidwunden Augen unermesslicher Schmerz, Unglauben über dieses arrogante Schreiben. Ich habe kurz begonnen, wegen Kiyak die postcolonialen Kulturzerstörer aus dem migrantischem Milieu zu hassen. Ich habe gedacht: was sitzt diese Frau, die älter als ich ist, an einer Schaltstelle der Macht und darf sich verhalten wie eine Zwölfjährige, ohne dafür gemaßregelt zu werden? Warum lässt sich Deutschland das bieten? Sie zerstört die abendländische Kultur, für die sie sich gar nicht interessiert, die für sie anscheinend nur ein unverständlicher Nebel ist. Sie nähert sich oberflächlich den Nonnen und versteht doch nur, dass diese mit dem Papst auch nicht einverstanden sind. In ihrem ganzen Ouevre kommuniziert sie Oberflächlichkeit und Desinteresse und dass sie sich das nimmt, was ihr gefällt und was ihr nicht gefällt, das beleidigt und zerstört sie. Borderline-Journalismus. 

Natürlich ist nicht Kiyak zu hassen, sondern die Verhältnisse, die die Menschen krank machen, sind zu beseitigen. Einige Migranten haben immer noch schlechtere Bildungschancen und bekommen schwerer eine Wohnung, weil sie von ihren Eltern Ali oder Mohammed genannt werden. Solche Parallelgesellschaften müssen beseitigt werden. 

Frieden finde ich in den Aussagen der Kinder von Josef Wirmer. Sie machen klar, dass der neue Rechtsextremismus bekämpft werden muss, gegen den ihr Vater wegen seiner katholisch-demokratischen Gesinnung gekämpft hat. 

Wer sich genauer über Josef Wirmer informieren möchte, kann sich das Video ansehen, in dem er von Freisler angeschrieen wird oder dieses, in dem seine Tochter über ihre schöne Jugend erzählt. 

"Als wir in der Schule gefragt wurden, was denn im Völkischen Beobachter stand, da haben wir gesagt, wir haben nur die Frankfurter Zeitung und da merkten wir, wie die anderen Kinder das komisch fanden"

Die Familie von Josef Wirmer hatte keine Hakenkreuzfahne. Wenn die anderen Familien beim "Flaggen" an Festtagen die Hakenkreuzfahne raushängten, da hängte Josef Wirmer "ganz demonstrativ" die gelb-weiße Kirchenfahne raus. Seine Tochter war noch klein und hat sich auch dafür vor den anderen Kindern geschämt. Geschämt, weil sie anders war. Ein Gefühl, das migrantische Kinder in den Schulen nur zu gut kennen, wenn man ihren Zeugnissen Glauben schenken will. 

Klar, es wird wohl wenige katholische Menschen geben, die die "Wirmer-Flagge", von der Mely Miyak sprach, zweckentfremden. Bei Pegida gibt es viele Gottlose, auch hängen einige Anhänger der AfD dem freikirchlichen Glauben an. Doch natürlich, die Welt ist nicht schwarz-weiß, überall gibt es schlechte Menschen, Sünder, sicherlich gibt es auch einige wenige häretische Katholiken, die diese Fahne nutzen, um den Ausländerhass voranzutreiben. 

Meine katholischen Freunde sind sicherlich gnädiger mit diesem Zeit-Troll, der bösartigen Borderline-Journalistin Mely Kiyak. Sie haben den Vorteil des katholischen Denkens der Nachsicht. In diesem Sinne wünsche auch ich: Vergebung für Mely Kiyak! Sie wäre dann wohl in das Gebet einzuschließen. 




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